Die Woche des Loslassens. Ein Zurückbesinnen an jene Zeiten, in denen man noch zusammen war.

Haben wir auch wirklich alle Zeit genutzt?

Haben wir unsere Mitmenschen so behandelt wie wir selbst gerne behandelt werden möchten?

Diese und ähnliche Fragen kommen dann vermehrt in uns hoch. Manches Mal geben wir Vorwürfen mehr Raum als die Gewissheit, dass liebe Mitmenschen im Licht sind. Wir glauben wirklich, dass sie uns nicht vergeben hätten, dabei liegt die Möglichkeit der Vergebung in uns.

 

 

Ich durfte zusammen mit meinem Mann in diesem Jahr, meine Schwiegermutter im Sterbeprozess begleiten. Nach 10 Jahren Pflege, die weiß Gott für uns nicht immer einfach waren, gab uns dieser Prozess Stärke und Kraft und die Gewissheit, dass das Sterben eine Erfüllung für eine Seele ist.

Als Kind kannte ich von meinen Großeltern Sterben nur als leidvolle, schreckliche Weise, aus dem Leben zu treten. Im Stereo wurde Rosenkranz gebetet und die Mitmenschen herum litten, weil ein geliebter Mensch gehen musste. Und dies noch viele Jahre danach.

Das macht es dem Sterbenden nicht leicht die Erde zu verlassen.

Frieden und Vergebung zu finden mit sich selbst und mit dem Menschen der geht oder gegangen ist, ist die wichtigste Voraussetzung um ihm die Möglichkeit für ein neues Leben zu geben.

Die Zeit der Sterbebegleitung in diesem Jahr in unserem Hause, war für mich eine der ruhigsten und friedlichsten und wichtigsten Momente in meinem Leben. Ich habe diese Stille sehr genossen und selten so viel inneren Frieden und so viel Kraft in mir und vor allem um mich herum gespürt. Unsere Oma war so voller Reinheit und Zufriedenheit, man spürte, sie hat alles losgelassen und sie gab uns die Möglichkeit mit dem Sterben so vertraut zu werden, dass wir erkannten, dass es nichts wertvolleres für uns und unsere Kinder gibt als diesen Prozess mit ihr zu gehen. Über rund 3 Monate begleiteten wir als Familie unsere Oma. Ich sang mit ihr Marienlieder die ich über alles Liebe, mein Mann spielte Klavier, ich praktizierte Ho’oponopono und wir beteten mit ihr. Dies alles zeigte uns Schatten wie lichtvolle Momente auf.

Ich bin sehr dankbar, dass meine Kinder problemlos mit integriert wurden. Dass ihre Eltern das Sterben als lichtvollen Moment betrachten und dass sie spürten und sahen, dass der Körper nur eine Hülle ist.

Und so möchte ich dir die Kraft und die Gewissheit, dass alles im Leben einen Sinn macht noch näher bringen. Wir wissen es innerlich, wir sagen es in manchen Situationen, aber wir leben es viel zu wenig.

Eine Grundvoraussetzung dafür ist das gegenseitige Vergeben.

 

Vergeben, für das was nicht ausgesprochen wurde.

Vergeben, für das was offen geblieben ist.

Vergeben, für Verletzungen die wir ertragen mussten sowohl beim Hinterbliebenen wie beim Sterbenden.

Vergeben, für die Zeit die nicht genutzt wurde. Vergeben, für Worte und Taten die vom Schatten betrachtet werden.

Vergeben, für das schlechte Gewissen.

 

Nur so ist ein Leben in innerem Frieden möglich und du wirst nicht nur an Allerheiligen mit Liebe auf deine Hinterbliebenen schauen können.

Wenn du möchtest, dann freue ich mich, dich in meinen Jahreskursen dabei zu begleiten.

Oder du „sprichst“ unausgesprochenes in einer Ho’oponopono Aufstellung bei mir an.

Meine Termine findest du auf meiner Internetseite oder auf Facebook.

Von Herzen wünsche ich dir eine besinnliche Allerheiligenwoche.

Aloha, deine Irmi